TuS Haste 01 e.V.

... mehr als nur Sport!


Die Chronik der Tennisabteilung des TuS Haste

Das exakte Gründungsdatum der Tennisabteilung ist überliefert und der Schrift aus Anlass des 75. Geburtstages des TuS Haste zu entnehmen. Der einstige Fußball-Studenten-Nationalspieler Heiner Mithöfer hatte sie 1976 verfasst und zitierte im Haster Jubiläumsheft die "Neue Osnabrücker Zeitung". Danach war es der viel zu früh verstorbene TuS-Vorsitzende Dr. Dieter Wessels, der am 3. Mai 1975 drei Tennisplätze und ein kleines Clubhaus mit Wasch- und Duschräumen im Rahmen einer Feierstunde der Bestimmung übergab.

 

Also wurde das erste Kapitel der Tennisabteilung des TuS Haste im Wonnemonat Mai geschrieben. Dass es dazu kam, war insbesondere der Initiative von Werner Niehues zu verdanken. Aber auch der Unterstützung zahlreicher Darlehensgeber und der Bereitschaft von Frau Osterhaus als Inhaberin der Grundstücke an der Nette. Werner Niehues, der spätere langjährige Tennis-Abteilungsleiter, war schon in den frühen siebziger Jahren mit der Idee schwanger gegangen, das sportliche Angebot seines TuS Haste um den damals noch "weißen Sport" zu bereichern.

 

Seit dem Olympiajahr 1972 zeichnete sich in Deutschland ein starker Trend zum Tennis als Breitensport ab, und da beim TuS Haste die altgedienten Fußballer aus der Ära das Trainers Helmut Spielmeyer allmählich in die Jahre gekommen waren und einige mittlerweile den Fußball mit dem Tennisball getauscht hatten, war das Interesse an einer neuen Abteilung bei vielen geweckt. So wurden schon sehr bald die Bauanträge bei den Behörden gestellt und entsprechende Mittel zur Errichtung der Anlage aufgetrieben. Im Herbst 1974 folgte der erste Spatenstich und dank eines milden Winters konnte im Mai des folgenden Jahres die Tennisanlage in Betrieb genommen werden.

 

Die Neue Osnabrücker Zeitung schrieb dazu: "Als drittes gewichtiges Vereinsbein neben Turnen und Fußball besitzt der TuS Haste nunmehr eine neue Tennisabteilung. Sie wurde für rund 170.000 Mark (davon ein Drittel als Eigenleistung) realisiert. Neben den drei Ascheplätzen gibt es nun auch ein schmuckes kleines Clubhaus neben der Turnhalle. Zur Eröffnungsfeier fanden sich fast siebzig Gründungsmitglieder ein. Glückwünsche überbrachten Ferdinand Erpenbeck für die Rathausfraktion, Vorstandsmitglied Niemann vom Kreissportbund, und für den Sportstätten-Förderungsausschuss versprach Vorsitzender Peter das Bemühen um Unterstützung. Mit der Tennisabteilung, deren erste Kapazität bei etwa 120 Mitgliedern liegt, hat TuS Haste nun rund 1.100 Mitglieder."

 

Die Gesamtzahl von 1.100 Mitgliedern erfreute auch den Ehrenvorsitzenden Willi Droit. Zwischen Hauptverein und Tennisabteilung wurde vereinbart, dass pro Mitglied ein Jahresbeitrag von 35 Mark an den TuS Haste abgeführt wurde. Damit wurden fortan die allgemeinen Kosten (u. a. Wasser, Heizöl) gedeckt. Auf der Terrasse des Clubhauses wurde in den Gründungsjahren viel gefeiert, doch auf den Plätzen wurde auch um Punkte gekämpft. Der TuS meldete eine 1. Herrenmannschaft an, die an einem heißen Sonntagmorgen des Jahres 1975 bei ihrem allerersten Punktspiel beim TSV Osnabrück antreten musste. Der Ehrgeiz war groß - und die Erfolge stellten sich rasch ein. Die erste Meisterschaft erkämpften Hans Gröneweg, Axel Leysieffer, Jürgen Bitter, Ewald Gutendorf, Dieter Hafkemeyer, Helmut Spielmeyer und Hubert Temmeyer.

 

1984/85 wurde ein weiterer Tennisplatz gebaut. Wenig später durften sich die Mitglieder über die Erweiterung des Clubhauses freuen. Die Umkleidekabinen und die sanitären Anlagen wurden modernisiert. 1992/93 wurde dann sogar ein fünfter Platz eingeweiht, der allerdings einige Jahre später dem Bau des Osterhaus-Wohnhauses - ebenso wie die alte Turnhalle - zum Opfer fiel.

 

Als die Mitgliederzahlen der Tennisabteilung schrumpften, gab es einen neuen Schwung durch eine geschickt geplante Werbekampagne im Jugendbereich. Damit wurde für einige Zeit der drohenden Überalterung erfolgreich begegnet. Neue Mitglieder kamen, neue Mannschaften wuchsen, und die Altherren-Abteilung gab sich einen neuen Namen: Die "Hasen". Temperamentvoll und mit viel Phantasie führte der unvergessene Walter Lenfers diese Abteilung.

 

Mitte der neunziger Jahre vollzog sich in der Tennisabteilung des TuS Haste sogar für eine kurze Zeit die Hinwendung zum Leistungssport. Die Anlage an der Nette wurde zum Sammelbecken erstklassiger Spieler, die sich als "Jungsenioren" sogar bis in die Regionalliga kämpften. Zu den erfolgreichsten Spielern zählten in dieser Zeit Jan Leysieffer, Uli Dölken, Stefan Kunkel, Klaus Bringmann, Reinhard Höfelmeyer, Michael Lamprecht, Christoph Kötter und Peter Hagedorn.

 

Im neuen Jahrtausend wurde es ein wenig ruhiger in der Tennisabteilung des TuS Haste. Auch deshalb, weil die Mitgliederzahlen rückläufig waren und erst nach einer intensiven Werbeaktion anzogen. Werner Niehues blieb zwar - auch als Golfer - "seinen" Tennisspielern treu, gab jedoch nach vielen Jahren das Amt des Abteilungsleiters ab. Es folgten Beate Ketteler, Jörg Schilling, Hans Gröneweg und Helmut Maune.

 

Seit vielen Jahren sehr aktiv und am Punktspielbetrieb beteiligt sind die Tennisdamen des TuS Haste mit Beate Ketteler, Gerda Höcker, Veronika Klages, Marion Zaun, Marie-Louise Hardinghaus, Christel Haselmaier, Ingrid Schiller, Ingrid Schwolle und Uta Arnemann. Über die ersten Erfolge beim Spiel um Punkte freuten sich auch die Nachwuchsmannschaften des Vereins.

 

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Hier findet ihr Bilder zum Haster Volkslauf, Osterfeuer und Spielen des TuS Haste 01!